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Neues Modell für die Subventionierung der familienergänzenden Kinderbetreuung geht ans Parlament

Publiziert: 04.04.2022

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist für Eltern eine grosse Herausforderung. Die Schulpflege Wetzikon hat die Subventionierung der familienergänzenden Kinderbetreuung nach Eingang der Motion "Zahlbare Kitaplätze" überprüft. Dem Parlament wurde nun eine Verordnung mit einem neuen Finanzierungsmodell für die Ausrichtung von Gemeindebeiträgen an die Betreuungskosten eingereicht.

Die Schulpflege Wetzikon hat im Rahmen der eingereichten Motion "Zahlbare Kitaplätze" den gesamten Bereich der familienergänzenden Betreuung von Kindern im Vorschulalter überprüft und überarbeitet. Der Stadt Wetzikon steht seit Jahren für die familienergänzende Kinderbetreuung ein Kredit von 480'000 Franken zur Verfügung. Mit diesem Beitrag können den Erziehungsberechtigten in Wetzikon kaum ausreichende Unterstützungsbeiträge bezahlt werden. Für die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist es deshalb notwendig, dass in Wetzikon ein neues Finanzierungsmodell für die Subventionierung der familienergänzenden Betreuung eingeführt wird.

Elternbeiträge unabhängig des Kita-Standorts

Unterstützungsleistungen sollen künftig unabhängig vom Standort der gewählten Betreuungsinstitution ausgerichtet werden. Wetziker Eltern, die ihre Kinder in einer Kindertagesstätte ausserhalb der Stadt eingeschrieben haben, sollen künftig ebenfalls Beiträge an die Betreuungskosten erhalten. Bis anhin hat die Stadt Wetzikon nur Subventionen an Eltern ausgerichtet, deren Kinder in Wetziker Institutionen betreut wurden. Wie heute bleibt auch im neuen Finanzierungsmodell der Grundsatz bestehen, dass die Stadt Unterstützungsbeiträge direkt den Erziehungsberechtigten ausrichtet und nicht den Betreuungsinstitutionen.

Zudem gilt weiterhin die Vorgabe, dass die Eltern aufgrund ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit subventioniert werden – neu jedoch auf der Basis des steuerbaren Einkommens unter Berücksichtigung ihrer Vermögenssituation. Unabhängig von ihrer wirtschaftlichen Situation müssen die Eltern einen Mindestbeitrag von 20 Franken pro Tag an eine Ganztagesbetreuung in einer Kita immer selber bezahlen. Von der Stadt erhalten sie dann eine maximale Subventionszahlung von 100 Franken für dieses Angebot.

Wetzikon als attraktiver Wohnort für Familien

Ein neues Finanzierungsmodell für die Subventionierung der familienergänzenden Kinderbetreuung könnte sich für Wetzikon auch vorteilhaft auswirken. Heute möchten in jungen Familien auch die Mütter nach der Geburt ihrer Kinder zumindest in Teilzeit arbeitstätig bleiben, um ihre Ausbildung weiter nutzen zu können und den Anschluss im Berufsleben nicht zu verlieren. Auch haben sie so die Möglichkeit, das Familienbudget aufzubessern, was im Endeffekt auch zu höheren Steuereinnahmen führen kann.

"Auch die Kinder und die Schule profitieren schlussendlich von der neuen Regelung", sagt Jürg Schuler, Stadtrat Bildung + Jugend. Haben die Erziehungsberechtigten bessere Betreuungskonditionen, ist die Bereitschaft und die Möglichkeit höher, Kinder in Kindertagesstätten zu bringen. Dies wiederum wirkt sich positiv auf den Übergang in den Kindergarten aus. "Kinder, welche regelmässig die Angebote einer Kita besuchen, erleben in vielen Fällen einen besseren Schulstart und können sich einfacher in einen Klassenverbund einfügen. Sie lernen in den Kitas mit anderen Kindern zu spielen, sich auszutauschen und Teil einer grösseren Gemeinschaft zu sein."

Eine neue Verordnung über die Ausrichtung von Gemeindebeiträgen an familienergänzende Betreuungsverhältnisse in Kindertagesstätten und Tagesfamilien wurde von der Schulpflege erarbeitet und soll per 1. Januar 2023 in Kraft gesetzt werden. Antrag und Bericht zur Motion "Zahlbare Kitaplätze" werden dem Parlament zur Beschlussfassung unterbreitet.

Der Stadtratsbeschluss 2022/93 ist online aufgeschaltet.

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